14. Gemeinsames Symposium der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e. V. (DGVM)
und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie e. V. (DGVP)

Verkehrssicherheit und Lifestyle – smart drugs and smartphones
28.-29.09.2018 • Saarbrücken

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Grußworte

Wir laden Sie herzlich zum 14. gemeinsamen Symposium der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V. (DGVM) und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie e.V. (DGVP) am 28. und 29. September in Saarbrücken ein. Mit Ihrer Unterstützung konnten wir ein reizvolles Programm unter dem Motto „Verkehrssicherheit und Lifestyle – smart drugs and smartphones“ zusammenstellen.

Das Motto reflektiert den nicht zu unterschätzenden Einfluss von aktuellen Entwicklungen des trendigen Infotainment und von sich rasant wandelnden Konsumgewohnheiten illegaler Drogen auf die Verkehrssicherheit. Diese Entwicklungen erfordern wissenschaftliche Untersuchungen zu neurobiologischen, pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Fragestellungen, ständige Adaptationen in der Analytik und fundierte Konzepte in der Begutachtung. Diese Herausforderungen sind nur in der gemeinsamen Anstrengung aller beteiligten Berufsgruppen zu bewältigen. Dieser Erkenntnis trägt das seit Jahren kultivierte und bewährte, dezidiert interdisziplinäre Konzept unserer Tagung Rechnung. Neben diesen Schwerpunkten finden auch Beiträge zu aktuellen Themen wie "junge Kraftfahrzeugführer" oder epidemiologisch zunehmenden bedeutenden Krankheitsbildern ihren angemessenen Platz.

In klassischen Arbeitsfeldern wie Prävention, Diagnostik und Intervention bleibt die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Psychologen, Juristen und Behörden auch aktuell gefordert. Deshalb werden in der Tradition der Tagung wiederum substantielle Beiträge zu den Themenkomplexen Alkohol und – als einer der Schwerpunkte der diesjährigen Tagung – Drogen eine weitere maßgebliche Rolle spielen.

Wir freuen uns auf engagierte wissenschaftliche Diskussionen sowie auf anregende und atmosphärisch angenehme, die beruflichen und wissenschaftlichen Kontakte festigende persönliche Gespräche in Saarbrücken.

Prof. Dr. Peter Schmidt
Tagungspräsident

Dr. Nadine Schäfer
Tagungsbeauftragte

Prof. Dr. Matthias Graw
Präsident DGVM

Prof. Dr. Wolfgang Fastenmeier
Präsident DGVP

Prof. Dr. Peter Schmidt
Dr. Nadine Schäfer
Prof. Dr. Matthias Graw
Prof. Dr. Wolfgang Fastenmeier

Mit dem zunehmenden Verkehr auf unseren Straßen steigt auch die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen ernsthaft zu Schaden kommen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Oftmals sind die Unfallverursacher überfordert, alkoholisiert oder stehen unter Drogeneinfluss. Deshalb begrüße ich alle Initiativen, die sich mit den Gefahren im Straßenverkehr befassen und Konzepte oder Methoden zur Minimierung von Unfallrisiken entwickeln.
Einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr leistet das 14. Gemeinsame Symposium der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie e.V., das am 28. und 29. September in Saarbrücken stattfindet. Der Kongress, der sich mit den medizinischen und psychologischen Risiken im Straßenverkehr befasst, bietet sicherlich genügend Gesprächs- und Diskussionsstoff und vielfältige Möglichkeiten zu Fachgesprächen. Mein Dank gilt allen, die an der Organisation beteiligt sind und für den reibungslosen Ablauf des Symposiums sorgen.
Ich wünsche dem Gemeinsamen Symposium einen erfolgreichen Verlauf mit guten Diskussionen, neuen Erkenntnissen und erfolgversprechenden Methoden zur Unfallverhütung. Alle Tagungsteilnehmer begrüße ich ganz herzlich im Saarland und hoffe, dass sie neben der Veranstaltung in Saarbrücken noch Zeit finden werden, die Schönheiten des Saarlandes zu entdecken und Land und Leute kennenzulernen.

Tobias Hans (Saarbrücken)

Sehr geehrte Teilnehmer und Teilnehmerinnen,

die interdisziplinäre Grundlagenforschung im Bereich der Verkehrsmedizin ist nicht nur Teil einer aktiven Unfallprophylaxe, sie ist auch unverzichtbarer Bestandteil der Rechtspflege.

Ohne gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse sind gerichtliche Entscheidungen zur Fahrtüchtigkeit, zum Führerscheinentzug oder schlicht zum Beweis von Ursachenzusammenhängen häufig nicht zu treffen. In dem Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit vieler Verkehrsteilnehmer ist mit besonderer Sorgfalt auf verlässliche Entscheidungsgrundlage zu achten.

Das Tagungsprogramm spiegelt hierbei sehr anschaulich wieder, wie aktuell die Fragestellungen und wie groß das Bedürfnis an Forschung und interdisziplinären Austausch sind.

Der gesellschaftliche und der technische Wandel, der sich u.a. in der Altersstruktur, in der medizinischen Versorgung, in der Wahrnehmung psychologischer Erkrankungen, in der Nutzung neuer Medien, in Fahrassistenzsystemen oder in der Art der konsumierten Drogen vollzieht, hat unmittelbare Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Meldungen und Untersuchungen über einen exponierten Konsum von Amphetaminen gerade auch hier in Saarbrücken sind ebenso Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit wie Verkehrsunfälle älterer Verkehrsteilnehmer.

Gleichzeitig schaffen neue Technologien, medizinische und psychologische Erkenntnisse auch Chancen zur Ursachenerforschung und zur Unfallverhinderung.

Die Tagungsthemen versprechen nach Inhalt und Aktualität eine spannende Veranstaltung, die hoffentlich zu einem intensiven Austausch führt und zu neuen Erkenntnissen beiträgt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und der Veranstaltung insgesamt viel Erfolg!

Hans-Peter Freymann

Sehr geehrte Damen und Herren,

dass Verkehrssicherheit und „Lifestyle“ in einem Spannungsverhältnis stehen können, ist vielleicht in der sogenannten breiten Bevölkerung weniger, unter Verkehrsmedizinern wie auch unter Strafjuristen aber schon seit Langem präsent. Gerade dieser Aspekt der Angelegenheit unterliegt aber in besonderer Weise einer rapiden Wandelbarkeit, die es den mit der Problematik Befassten nicht leicht macht, mit der Entwicklung Schritt zu halten und rechtzeitig angemessene Lösungsstrategien zu entwickeln. Umso wichtiger erscheint es auch und gerade aus dem Blickwinkel der Justiz, dass die medizinisch-psychologische Analyse auf der Höhe der Zeit ist, denn erst hierdurch ermöglichen sich adäquate rechtsförmige Vorgehensweisen. Deshalb kann es nicht hoch genug eingeschätzt und nicht nachdrücklicher begrüßt werden, dass sich die Deutschen Gesellschaften für Verkehrsmedizin und Verkehrspsychologie auf ihrem 14. Gemeinsamen Symposium in Saarbrücken ausführlich und breitgefächert, thematisch reichend von den sog. Neuen psychoaktiven Substanzen über ADHS bis hin zu neuen Aspekten des ÖPNV, mit den aktuellen Entwicklungen befasst. Im Namen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wünsche ich deshalb der Veranstaltung ein sehr gutes Gelingen.

Michael Görlinger
Leitender Oberstaatsanwalt, Staatsanwaltschaft Saarbrücken

Mein Dank gilt der DGVM sowie der DGVP für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit dem Thema „Verkehrssicherheit und Lifestyle – smart drugs and smartphones“ haben Sie einmal mehr den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich bin dankbar, dass Sie sich dieses Phänomens annehmen. Es ist, wenn es um die Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit geht, ein besonders sensibles, aber hoch aktuelles Thema!

Die Auswirkungen der Einnahme von „smart drugs“ und der Ablenkung durch „smartphones“ auf die Fahrtauglichkeit/Unfallwahrscheinlichkeit werden noch immer extrem unterschätzt. Es ist an der Zeit, dem entgegenzuwirken!

Liegt im Zusammenspiel von Aufklärungskampagnen, Anreizen, Sanktionen und Assistenzsystemen ein möglicher Lösungsansatz? Ist eine lebenslange Verkehrserziehung, die in der Schule beginnt, ausreichend? Sollten diese Themen verstärkt bei der Fahrerausbildung/Fahrerlaubnisprüfung vorgesehen werden?

Ich baue auch zukünftig auf Ihre faire, unabhängige, wissenschaftlich fundierte Beratung und bin gespannt auf Ihre Vorschläge!

Ihr Dr. Dieter-L. Koch

Sehr geehrte Tagungsteilnehmer,

die Schwerpunktthemen Ihres 14. Symposiums gehören zu den Hauptunfallursachen im saarländischen Straßenverkehr. Im Jahr 2017 zum Beispiel zählte das Landespolizeipräsidium Saarland 370 Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Alkohol- und 164 im Zusammenhang mit Drogenbeeinflussung. Neben Schwer- und Leichtverletzten waren dabei zehn Getötete zu beklagen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Medizin und Psychologie sind für die Verkehrssicherheitsarbeit von hoher Bedeutung. Die saarländische Polizei ist im Bereich der beweissicheren Drogenerkennung seit Jahren bundesweit führend. Das hat seine Ursprünge in einer intensiven Zusammenarbeit mit der Gerichtsmedizin. Neben der Unterstützung der Polizei bei der Drogenerkennung halte ich einen ärztlichen Beitrag zur Gefahrenabwehr, durch Aufklärung der Patienten, für unverzichtbar. Ich denke dabei zum Beispiel an das Thema Medikamentenwirkung und Fahreignung, vor allem bei chronisch Kranken.

Ich wünsche Ihnen eine fruchtbare Zusammenarbeit in den Workshops und der Tagung insgesamt einen guten Verlauf. Und, dass es uns durch weitere Zusammenarbeit gelingen möge, die schlimmen Folgen im Straßenverkehr zu reduzieren.

Norbert Rupp
Landespolizeipräsident